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Persönlichkeiten der Leichtathletik des Kreises Recklinghausen
 

Hans-G. Schulz

Ernst Schmelter

Heinrich Casper

Peter Nitsche

Franz Krüger

 



Hans-G. Schulz

 
Hans-G. Schulz, Ehrenschildträger 2004
des Deutschen Leichtathletikverbandes


Als Aktiver bis 1964 bei der LA SV Herten mit dem Schwerpunkt Sprint und Hürden

Kampfrichter seit 1967,
als Starter eingesetzt bei 45 Deutschen Meisterschaften, 30 Länderkämpfen, 2 Europa Cup's
1977 beim Welt Cup in Düsseldorf,
2 Europameisterschaften (1973 und 1986)
und bei der Militärweltmeisterschaft 1987 in Warendorf
als Referent für den DLV beim Kampfrichterkongress in München (1977)

langjähriges Mitglied im Kreisleichtathletik-Ausschuss Recklinghausen als Schülerwart(1969-1971)
und Kreiskampfrichterobmann (1971-1991).

Vorsitzender "Freunde der Leichtathletik",

seit 1989 stv. Vorsitzender des Verbands-Leichtathletik-Ausschusses und Beisitzer im Präsidium des FLV Westfalen
seit 2002 Beiratsmitglied im Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV).

Ehrenschildträger 2004
des Deutschen Leichtathletikverbandes

 

Aus der Laudatio von Theo Rous (DLV-Vizepräsident ) zur Verleihung beim
Verbandstag des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes am 12. 6. 2004 in Kaiserau

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Sportkameradinnen und Sportkameraden,
ich habe die Ehre, vor allem aber die Freude, heute auf Ihrem Verbandstag einen Mann zu ehren, der sich in der westfälischen,
der westdeutschen und der deutsche Leichtathletik besondere Verdienste erworben hat.

Der Deutsche Leichtathletikverband verleiht eine seiner höchsten Auszeichnungen, das DLV-Ehrenschild an den stellvertretenden
Vorsitzenden der Leichtathletik, Hans Schulz.
Man muss schon weit ausholen und zurückgehen in der Geschichte des DLV und des FLVW, um seine Verdienste angemessen zu
würdigen, obwohl er noch ein junger Mann ist. Zumindest sieht er so aus.

Hürdenläufer und Sprinter war er, mit einer Bestzeit von 11,3 sek., bis der Sohn Eike den Familierekord gebrochen hat, und
möglicherweise hat er durch den Sprint,
bei dem der Start eine wichtige Rolle spielt, den Bezug zu einem der wichtigsten Ämter bei der Durchführung von
Leichtathletikveranstaltungen gefunden. Ohne Ihn wäre bei Hunderten von Leichtathletikveranstaltungen, sowohl an der Basis als
auch auf Weltniveau, nichts gelaufen. Er war Starter, Meisterschüler des legendären Franz „Bubi“ Buthe-Pieper.
Der hatte die legendäre rote Jacke für Starter erfunden, um der Umwelt deutlich zu machen: Wir sind die Elite unter den
Kampfrichtern, und das haben sie schließlich auch selber geglaubt.

Inzwischen sind die roten Jacken abgeschafft, aber es sind historische Kostbarkeiten geworden. Ob Sie es glauben oder nicht:
Die rote Jacke von Hans Schulz hängt im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln. Bei 40 Deutschen Meisterschaften,
30 Länderkämpfen, bei Europacups und Europameisterschaften,
beim Weltcup 1977 in Düsseldorf -- das größte Leichtathletikereignis, das je im Westen stattgefunden hat--, hat er Athletinnen
und Athleten auf die Strecke geschickt, und später hat er als DLV-Referent den Nachwuchs geschult.
Was er darüber hinaus in Ihrem Verband als langjähriger Stellvertreter von Karl-Heinz Zündorf und nun von Toni Budde
geleistet hat und leistet, wissen Sie besser als ich.

Den wertvollsten Beitrag für die gesamte deutsche Leichtathletik hat Hans Schulz (aus meiner DLV-Sicht) als stellvertretender
Vorsitzender und seit 1993 als Vorsitzender des Vereins „Freunde der Leichtathletik“ geleistet und leistet ihn bis heute. Die Freunde der
Leichtathletik sind eine Organisation, die solche Menschen zusammenführt und zusammenhält, die sich in besonderer Weise
der Leichtathletik und dem Deutschen Leichtathletikverband verbunden fühlen. Der besondere Wert und die besonderen Verdienste
dieser Freunde liegen darin, dass sie mit ihren Beiträgen die Nachwuchsleichtathletik fördern, ideell, aber auch mit erheblichen materiellen Beiträgen.

Diesen Verein führt Hans Schulz in der ihm eigenen Art, mit viel Engagement und Kompetenz, vor allem mit einem hohen Maß an
Behutsamkeit, Verständnis, Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit im Umgang mit den nicht immer einfachen individuellen Charakteren
in der Leichtathletik, ohne dabei die notwendige Konsequenz und Zielstrebigkeit bei der Lösung von Problemen zu vernachlässigen.

Lieber Hans, die deutsche Leichtathletik dankt Dir, in dem sie Dir den Ehrenschild des DLV verleiht und daran die Erwartung
knüpft, dass Du ihr weiterhin zur Verfügung stehst,
hier in Westfalen und im DLV, und dass Du bleibst, wie Du bist.



Ernst Schmelter

 
Ernst Schmelter, Kampfrichtermedaille des FLVW  in Gold


Ernst Schmelter mit Kampfrichter-Medaille in Gold ausgezeichnet

Seine Laufbahn als Funktionär in der Leichtathletik begann der ehemalige Handballer und Mittelstreckler des Recklinghäuser LC (RLC)
1957 als Kassierer seines Vereins. Bald wurde er 2. Vorsitzender und war von 1968 bis 2000 Kampfrichterwart im RLC. Unter seiner Mithilfe wurden
große Leichtathletikveranstaltungen im Recklinghäuser Stadion Hohenhorst durchgeführt.

40 Jahre gehörte Ernst Schmelter dem Kreis-Leichtathletik-Ausschuss (KLA) Recklinghausen an. Er war von 1963 bis 1981 als Sportwart aktiv.
Dann übernahm er von Wilhelm Hegemann den Vorsitz des KLA und blieb 22 Jahre in diesem Amt bis er es 2003 an seinen Nachfolger übergab.

Auf Grund seiner großen Fachkompetenz und langjährigen sportlichen Erfahrungen wurde Ernst Schmelter 1998 von den Leichtathleten
im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) das Amt des Schlichters für das Verbandgebiet übertragen.

Von den verschiedenen sportlichen Gremien wurden seine Leistungen für den Sport, vor allem für die Leichtathletik auch durch Auszeichnungen gewürdigt.
Schon 1974 wurde ihm die WLV-Ehrennadel in Gold verliehen. Es folgten die Ehrennadeln des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Silber und Gold,
die Ehrennadeln des FLVW in Silber und Gold und 1989 wurde Ernst Schmelter die FLVW Verdienstnadel in Gold verliehen.

Als DLV-Kampfrichter engagierte er sich und wird bei Meisterschaften auf allen Ebenen eingesetzt hauptsächlich als Schiedsrichter im Sprungbereich.
Aber Ernst Schmelter tritt besonders hervor, er hat sich wie kein anderer für die Ausbildung neuer Kampfrichter eingesetzt.
Als Referent in der Grundausbildung sorgt er im Kreis seit vielen Jahren für die Ausbildung von Kampfrichtern.

Für diese Leistungen und seine langjährige vorbildliche Kampfrichtertätigkeit verleiht ihm der Verbandskampfrichter-Ausschuss die Kampfrichter-Medaille in Gold

Und Ernst Schmelter ruht sich nicht auf seinen Ehrungen aus, sondern arbeitet weiter im FLVW Kreis 27 Recklinghausen
als Stellvertretender Kreisvorsitzender und als Sachbearbeiter Fußball für die Alten Herren und die Altliga und auch der KLA möchte auf
seine Mitarbeit als Amtliche Aufsicht bei den verschiedenen Kreisveranstaltungen nicht verzichten.

 



Heinrich Casper

 
Heinrich Casper, ein Trainer mit Plan


Der "Chef" zieht sich zurück

Ganz Leise hat der Leichtathletik A-Trainer Heinrich Casper aus Herten sein Amt als Landes-Disziplin-Trainer für die Langhürden niedergelegt
und damit seine letzte Funktion in der organisierten Leichtathletik abgegeben. Und wie alles geschah diese langfristig und exakt geplant.

 

Heinrich Casper hatte vielfältige Aufgaben als Trainer und Funktionär in der Leichtathletik. Und was er tat, geschah auf hohem Niveau.

 

Schon als Jugendlicher übte er den Mehrkampf aus, um sich dann auf den Sprint und Hürdenlauf zu spezialisieren.
Er war Westfalenmeister, Vizemeister und Westdeutscher Juniorenvizemeister über 200 m Hürden und Teilnehmer an vielen Deutschen Meisterschaften.
Auch wurde er für den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) beim Länderkampf eingesetzt.

 

Als Trainer bei der LA SV Herten setzten sich die Erfolge fort. Unter seiner Anleitung brachten es Athleten wie Ingrid Schleich, Peter Scobel, Peter Ritter,
Dirk Pleger, Kurt Plinke und Harald Mengler zu Siegen und vielen vorderen Plätzen bei Deutschen Meisterschaften von der Jugend bis zur Hauptklasse.
Zander, Schleich, Scobel, Ritter und Pleger starteten zudem mehrfach bei Länderkämpfen des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV).

 

Die 3 x 800 m Staffel bei der weiblichen Jugend erreichte 4 mal den Endlauf bei Deutschen Meisterschaften und konnte sich
in der Besetzung Skrypczak, Fuhrmanski und Schulte 1 mal auf Platz 5 platzieren.
Der größte Erfolg aber war die Teilnahme von Ludger Zander bei 3 Hallen Europa-Meisterschaften und sein 2. Platz bei der Junioren- Europa-Meisterschaft 1975 mit der 4 x 400 m Staffel.

 

Heinrich Casper war seit Mai 1949 über 55 Jahre Mitglied in der LA SV Herten und davon von 1963 bis 1999 als Geschäftsführer und/bzw. Sportwart aktiv.

 

Seit 1973 war Heinrich Casper Landes-Disziplin-Trainer, erst Kurzhürden männlich/weiblich, dann für den Bereich Langsprint- Langhürden im FLVW verantwortlich.
Hier führte er viele Kaderathleten zu Erfolgen. 1979 wählten ihn die Trainer zu ihrem Sprecher und als Sprecher der Lehrkräfte war er bis 2004
im Leistungssport- und Lehrausschuss des FLVW vertreten. Auf dem Verbandstag 2004 gab er nach 25 Jahre dieses Amt ab.

 

Auch seine Funktionen im Kreis-Leichtathletik-Ausschuss Recklinghausen beendete er 2004. Seit 1971 war er hier als Lehrwart und Protokollführer ununterbrochen im Amt.
In Recklinghausen gründete er mit Wilhelm Hegemann den Landes-Leistungs-Stützpunkt für Leichtathletik und war bis 2004 dessen Leiter.

 

Er ist im Besitz der Ehrennadeln des FLVW und des DLV.
Am 19.10.2007 wird Heinrich Casper auf der Trainer-Tagung des FLVW verabschiedet

 



Peter Nitsche

Seit 25 Jahren ist Peter Nitsche als DLV -Kampfrichter für den TuS 09 Erkenschwick bei Leichtathletik-Veranstaltungen vom Crosslauf in der Haard bis zu Deutschen Meisterschaften im Einsatz. Im Kreis-Leichtathletik-Ausschuss Recklinghausen von 1994-2001 als Jugendwart, als Statistiker von 1997 bis 2005 und als Wettkampfwart von 2001 bis heute Mitglied und über 10 Jahre als Kreis-Kampfrichterwart im Kreis Recklinghausen auch für die Ausbildung neuer Kampfrichter zuständig.

Bei den in diesen Jahren durchgeführten Grundausbildungen wurden von ihm mehr als 250 Nachwuchs-Kampfrichter in die Grundlagen des Regelwerks der Internationalen Wettkampf-Regeln (IWR) eingewiesen.

Durch den ehemaligen Chefstarter des DLV, Hans-G. Schulz, wurde 1989 seine Begeisterung für diese „Tätigkeit“ geweckt. Er nahm an einer Kampfrichter-Grundausbildung durch Hans-G. Schulz teil und legte die Prüfung zum Kampfrichter des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) ab.

Vom Kampfrichter über den Obmann zum Schiedsrichter und Lehrreferenten hat er dann alle Ausbildungen beim FLVW absolviert. Die dabei erworbenen Kenntnisse bringt er bei Westfälischen-, Westdeutschen- und Deutschen Meisterschaften ein.
Nach der Teilnahme an einer DLV-Ausbildung 2005 zum Einsatzleiter wurde er in dieser Funktion bei den Deutschen Meisterschaften 2006 im Halbmarathonlauf in Herten-Bertlich und den Deutschen Juniorenmeisterschaften 2008 in Recklinghausen sowie bei den Deutschen Cross-Meisterschaften am 5.3.2016 in Herten als Örtlicher Einsatzleiter vom Verband für die Kampfrichterorganisation gesetzt eingesetzt.

Für diesen Einsatz wurde ihm vom Deutschen Leichtathletik-Verband und vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen durch verschiedene Auszeichnungen gedankt.

2003 Silberne Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verband
2007 Silberne Verdienstnadel des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen
2009 Goldene Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verbands
2015 Silberne Ehrennadel des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen

Zusätzlich erhielt er 2015 aus den Händen von FLVW-Vizepräsident Leichtathletik Hans G. Schulz die FLVW-Kampfrichtermedaille in Gold überreicht. Diese selten vergebene Auszeichnung wird an Personen verliehen, die sich durch ein besonders kameradschaftliches, loyales und engagiertes Verhalten bei den Leichtathletik-Veranstaltungen verdient gemacht haben.
 



Franz Krüger

 

Am 6.12.2014 wurde der Vorsitzenden des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses (VKLA) Recklinghausen Franz Krüger vom Dorstener LC durch den FLVW-Vizepräsident Hans-G. Schulz ausgezeichnet. Bei der VKLA-Tagung des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW) übereichte er ihm die FLVW-Ehrennadel in Silber. Franz Krüger wurde am 11.12.2003 als Nachfolger von Ernst Schmelter zum Vorsitzenden des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses Recklinghausen gewählt. Seinen Stammverein, den Dorstener LC führt er seit 1980 als erster Vorsitzender. In der Jugend lag sein Schwerpunkt auf der Mittelstrecke von 800 m, 1.000 m und 1.500 m und als Aktiver bei den Kreis-Seniorenmeisterschaften platziert er sich jedes Jahr immer noch unter den ersten Drei.

 

2000 Silberne Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verband
2008
Goldene Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verbands
2008 Verdienstnadel silbern Verein
2014
Silberne Ehrennadel des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen